Eine Rastergrafik (auch Pixelgrafik oder Bitmap) ist ein digitales Bild, das aus einem Raster einzelner Bildpunkte (Pixel) besteht. Jeder Pixel hat eine definierte Farbe – gemeinsam ergeben Millionen dieser Punkte ein Foto, eine Textur oder eine detaillierte Abbildung.
Wie Rastergrafiken funktionieren
Stellen Sie sich ein Mosaik vor: Aus der Ferne sehen Sie ein Bild, aus der Nähe die einzelnen Steine. Genauso funktioniert eine Rastergrafik. Die Qualität hängt von zwei Faktoren ab:
- Auflösung: Wie viele Pixel hat das Bild? Mehr Pixel = mehr Details
- Farbtiefe: Wie viele Farben kann jeder Pixel darstellen? 8-Bit = 256 Farben, 24-Bit = 16,7 Millionen Farben
Auflösung und DPI
Die Auflösung wird in Pixel (z.B. 1920x1080) oder DPI (Dots per Inch) angegeben. Für den Bildschirm reichen 72 DPI, für den Druck sind 300 DPI Standard. Die Formel: Druckgröße (cm) = Pixelanzahl ÷ DPI × 2,54
Wichtige Raster-Dateiformate
JPEG (.jpg)
Das meistverbreitete Format für Fotos. Verlustbehaftete Kompression reduziert die Dateigröße erheblich – ideal für Websites und Social Media. Nachteil: Jedes erneute Speichern reduziert die Qualität.
PNG (.png)
Unterstützt Transparenz und verlustfreie Kompression. Ideal für Logos, Screenshots, Grafiken mit Text und Überlagerungen. Größere Dateien als JPEG.
WebP (.webp)
Modernes Web-Format von Google. Vereint die Vorteile von JPEG (kleine Dateien) und PNG (Transparenz) – perfekt für responsive Websites und Page Speed-Optimierung.
TIFF (.tiff)
Verlustfreies Format für professionellen Druck. Große Dateien, aber maximale Qualität. Standard in Fotografie und Druckvorstufe.
GIF (.gif)
Unterstützt einfache Animationen, ist aber auf 256 Farben begrenzt. Wird zunehmend durch animierte WebP- und AVIF-Formate ersetzt.
Rastergrafik vs. Vektorgrafik
| Eigenschaft | Rastergrafik | Vektorgrafik |
|---|---|---|
| Basis | Pixel | Mathematische Pfade |
| Skalierung | Qualitätsverlust | Verlustfrei |
| Ideal für | Fotos, komplexe Bilder | Logos, Icons, Illustrationen |
| Bearbeitung | Pixelebene | Formenebene |
| Dateigröße | Groß bei hoher Auflösung | Klein bei einfachen Formen |
Software für Rastergrafiken
Die wichtigsten Programme: Adobe Photoshop (Industrie-Standard), Affinity Photo (Alternative), GIMP (Open Source), Pixelmator (Mac), Lightroom (Fotobearbeitung).
Praxistipps
- Immer im Original arbeiten: Bearbeiten Sie die größte Version und exportieren Sie kleinere Varianten
- Richtige Farbräume nutzen: RGB für Bildschirm, CMYK für Druck
- Web-Optimierung: Nutzen Sie WebP oder komprimierte JPEGs für schnelle Ladezeiten
- Backup der Originale: Verlustbehaftete Formate nie als einzige Kopie speichern
Ob Website-Bilder, Social-Media-Posts oder Druckprodukte – Rastergrafiken sind der Standard für fotografische und detailreiche Bilder. Entscheidend ist, die richtige Auflösung und das passende Format für jeden Einsatzzweck zu wählen.