DPI steht für „Dots per Inch" (Punkte pro Zoll) und beschreibt die Auflösung eines gedruckten Bildes. Je höher der DPI-Wert, desto feiner und detaillierter ist das Druckergebnis. DPI ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Printdesign und bei der Aufbereitung von Rastergrafiken für den Druck.
DPI verstehen
Ein Zoll (Inch) entspricht 2,54 cm. Bei 300 DPI werden auf dieser Strecke 300 Tintenpunkte nebeneinander gesetzt. Das ergibt ein feines, detailreiches Druckbild. Bei 72 DPI sind es nur 72 Punkte – das Bild wirkt pixelig und unscharf.
DPI-Richtwerte für verschiedene Anwendungen
| Einsatzbereich | Empfohlene DPI |
|---|---|
| Professioneller Druck (Visitenkarten, Flyer) | 300 DPI |
| Magazin- und Buchdruck | 300 DPI |
| Zeitungsdruck | 150–200 DPI |
| Plakate und Poster | 150 DPI |
| Großformat-Banner und Messewände | 72–150 DPI |
| Bildschirmdarstellung | 72–96 PPI |
| Retina-Displays | 144–326 PPI |
Die DPI-Formel
Um zu berechnen, wie groß ein Bild bei einer bestimmten DPI-Zahl gedruckt werden kann:
Druckgröße (cm) = Pixelanzahl ÷ DPI × 2,54
Beispiel: Ein Foto mit 3000 × 2000 Pixeln bei 300 DPI ergibt eine maximale Druckgröße von 25,4 × 16,9 cm – perfekt für eine A5-Broschüre.
DPI vs. PPI: Ein häufiges Missverständnis
- DPI (Dots per Inch): Bezieht sich auf den Drucker – wie viele Tintenpunkte pro Zoll physisch aufgetragen werden
- PPI (Pixels per Inch): Bezieht sich auf den Bildschirm – wie viele Pixel pro Zoll dargestellt werden
In der Praxis werden die Begriffe oft synonym verwendet. Streng genommen ist PPI die korrekte Einheit für digitale Bilder, DPI für Druckerzeugnisse.
DPI im Workflow
Für Printdesigner
Stellen Sie sicher, dass alle Bilder in der finalen Druckgröße mindestens 300 DPI haben. Prüfen Sie die effektive Auflösung in Adobe InDesign über das Preflight-Panel. Bilder unter 200 DPI werden im Druck sichtbar unscharf.
Für Webdesigner
Am Bildschirm spielen DPI eine untergeordnete Rolle – hier zählen die tatsächlichen Pixelmaße. Für Retina-Displays liefern Sie Bilder in doppelter Auflösung (@2x) aus.
Für das Corporate Design
Das Logo sollte als Vektorgrafik vorliegen – dann ist DPI irrelevant, da Vektoren auflösungsunabhängig sind. Für fotografische Elemente im CD liefern Sie immer hochauflösende Originale.
Praxistipps
- Von groß nach klein arbeiten: Starten Sie mit der höchsten verfügbaren Auflösung
- Nie hochskalieren: Ein 72-DPI-Bild auf 300 DPI zu stellen macht es nicht schärfer
- Farbmodus beachten: Druckbilder in CMYK, Webbilder in RGB
- Druckdaten prüfen lassen: Nutzen Sie das Preflight der Druckerei vor dem Druck
Die richtige DPI-Einstellung ist kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung für professionelle Druckergebnisse. Wer hier spart, spart am falschen Ende.