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Home/Lexikon/CMYK-Farbmodell
Printdesign

CMYK-Farbmodell

Zuletzt aktualisiert: 2026-03-30

CMYK ist das Farbmodell für den professionellen Druck. Es basiert auf den vier Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz), deren Mischung nahezu alle Farben im Druckbereich erzeugen kann. Jeder Flyer, jede Visitenkarte und jedes Plakat wird in CMYK gedruckt.

Subtraktive Farbmischung

CMYK funktioniert nach dem Prinzip der subtraktiven Farbmischung: Farbe wird auf weißes Papier aufgetragen und absorbiert (subtrahiert) bestimmte Lichtanteile. Je mehr Farbe übereinandergedruckt wird, desto dunkler wird das Ergebnis.

  • Cyan + Magenta = Blau
  • Cyan + Yellow = Grün
  • Magenta + Yellow = Rot
  • Cyan + Magenta + Yellow = theoretisch Schwarz (praktisch ein dunkles Braun)

Da die Mischung aller drei Farben kein reines Schwarz ergibt, wird Key (Schwarz) als vierte Farbe hinzugefügt. Das spart Tinte und erzeugt tiefere Kontraste.

CMYK vs. RGB

EigenschaftCMYKRGB
PrinzipSubtraktive MischungAdditive Mischung
MediumDruck (Papier)Bildschirm (Licht)
FarbraumKleinerGrößer
SchwarzpunktAlle Farben = SchwarzKeine Farben = Schwarz
WeißpunktKeine Farbe = Weiß (Papier)Alle Farben = Weiß

Der entscheidende Unterschied: RGB hat einen größeren Farbraum als CMYK. Bestimmte leuchtende, gesättigte Farben – besonders Neon-Töne, kräftiges Blau und leuchtendes Grün – existieren in CMYK nicht. Sie werden beim Konvertieren „stumpfer".

CMYK in der Praxis

Druckdaten anlegen

Professionelle Druckdaten werden in CMYK angelegt oder vor dem Export konvertiert. Standard-Farbprofile: ISO Coated v2 (gestrichenes Papier) oder ISO Uncoated (ungestrichenes Papier).

Farbwerte im Corporate Design

Im Styleguide werden Farben immer in mehreren Modellen dokumentiert: HEX für Web, RGB für Screen, CMYK für Print und optional Pantone für exakte Farbkonsistenz.

Softproof

Bevor Sie drucken, simulieren Sie das CMYK-Ergebnis am Bildschirm (Softproof). In Adobe Photoshop: Ansicht > Proof einrichten > Druckerprofil wählen. So sehen Sie vorab, wo Farben außerhalb des CMYK-Gamuts liegen.

Sonderfarben und Pantone

Wenn CMYK nicht reicht – etwa für ein exaktes Marken-Blau oder metallische Effekte – kommen Sonderfarben (Pantone, HKS) zum Einsatz. Sie werden als fünfte Farbe zusätzlich gedruckt und bieten maximale Farbkonsistenz über verschiedene Druckverfahren hinweg.

Häufige Fehler vermeiden

  • RGB-Bilder ohne Konvertierung drucken: Farben verschieben sich
  • Reines Schwarz aus CMY mischen: Ergibt unsauberes Schwarz – nutzen Sie K=100
  • Tiefes Schwarz für große Flächen: Verwenden Sie C40 M30 Y30 K100 statt nur K100
  • Farbauftrag zu hoch: Maximale Gesamtfarbdeckung beachten (meist 300–350 %)

CMYK zu verstehen ist Pflicht für jeden, der Printprodukte gestaltet. Die Farbtheorie liefert die Grundlage, CMYK setzt sie in der physischen Welt um.

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FAQ's

Häufige Fragen zu CMYK-Farbmodell.

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