Ein Website-Relaunch ist die grundlegende Neugestaltung einer bestehenden Website. Im Unterschied zum kleinen Redesign (Optik-Update) oder Refactor (Technik-Update unter der Haube) bedeutet Relaunch typischerweise: neue Strategie, neues Design, neue Technik, neue URL-Struktur. Der Relaunch ist eine der wichtigsten Webdesign-Disziplinen, weil hier am meisten SEO-Equity verloren oder gewonnen werden kann. Unsere Webdesign-Agentur in Bielefeld hat Relaunches als Spezialdisziplin, weil viele Bielefelder Mittelständler Websites aus 2015-2018 betreiben, die heute weder rankt noch konvertieren. Mehr zur Webdesign-Strategie in unseren Leistungen.
Wann ein Relaunch sinnvoll ist
Drei Indikatoren, die klar für Relaunch sprechen. Erstens: technische Veraltung. Wenn die Site nicht mobile-optimiert ist, Core Web Vitals schlecht sind oder das CMS nicht mehr supported wird (Beispiel WordPress 5.x mit alten Plugins), ist Refactor teurer als Relaunch. Zweitens: veraltete Optik. Design älter als 5 Jahre wirkt für Nutzer unprofessionell und kostet Vertrauen. Drittens: funktionale Lücken. Wenn das Unternehmen neue Geschäftsfelder hat, die in der Struktur nicht abgebildet sind, oder Conversion-Pfade fehlen, müssen die Inhalte neu konzipiert werden.
Kosten und Zeitrahmen
Eine schlanke Relaunch-Variante mit 10-15 Seiten startet bei 4.500 Euro Festpreis. Standard-Corporate-Sites mit 20-30 Seiten, individuellem Design und SEO-Migration liegen bei 7.500 bis 14.000 Euro. E-Commerce-Relaunches mit WooCommerce, Shopify oder Headless-Setup bei 12.000 bis 25.000 Euro. Zeitrahmen: 8-12 Wochen für Standard, 14-20 Wochen für Komplex-Projekte. Verzögerungen entstehen fast immer Kunden-seitig, wenn Texte oder Bilder nicht rechtzeitig geliefert werden. Wer Content vorab vorbereitet, kommt schneller live.
Die kritischen SEO-Fallen
Ein Relaunch kann eine Site zerstören, wenn SEO-Migration nicht sauber gemacht wird. Pflicht-Aufgaben: URL-Mapping alter zu neuer Struktur, 301-Redirects für jede umgezogene URL, Sitemap-Update sofort nach Go-Live, Search-Console-Re-Submission der neuen Sitemap, Indexierungs-Monitoring für 4-8 Wochen nach Launch, interner Link-Audit (alte Links auf interne URLs aktualisieren), Schema-Migration mit den korrekten neuen URLs. Wer eines dieser sieben Themen vergisst, sieht Rankings einbrechen.
Der Ablauf bei PAKU Media
Phase 1 (Woche 1-2): Audit der alten Site, Ziele-Definition, Content-Inventur. Phase 2 (Woche 2-4): Konzept, Wireframes, URL-Mapping-Tabelle. Phase 3 (Woche 4-8): Design-Mockups, Frontend-Entwicklung. Phase 4 (Woche 8-10): Content-Migration, Testing, QA. Phase 5 (Woche 10-12): Go-Live, Redirect-Setup, SEO-Monitoring. Pro Phase gibt es eine Kunden-Freigabe. Wer eine Phase nicht zeitnah freigibt, verschiebt die Folge-Phasen entsprechend.
Häufige Fehler
Wir sehen sie immer wieder bei Übernahme von Projekten aus anderen Agenturen. Fehler 1: Kein URL-Mapping, alle alten URLs zeigen auf Startseite, das ist 90 Prozent SEO-Verlust. Fehler 2: Staging-noindex auf Production vergessen, Site wird nicht indexiert. Fehler 3: Performance schlechter als alte Site, weil Page-Builder oder schwere Themes eingesetzt werden. Fehler 4: Schema-Markup nicht migriert, alle Rich Results verschwinden. Fehler 5: Content gekürzt ohne Backup, gerankte Long-Tail-Seiten weg.
Wann ein Relaunch nicht reicht
Manchmal ist auch ein Relaunch nicht die Lösung. Wenn die strategische Positionierung der Marke unklar ist, hilft kein neues Design. Wenn das Geschäftsmodell sich grundlegend ändert, ist der Relaunch nicht der erste Schritt, sondern der letzte. Erst Strategie, dann Content, dann Design, dann Technik. Wer mit der falschen Reihenfolge startet, baut zwei Mal und zahlt doppelt.