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Home/Blog/Webdesign-Briefing erstellen: Die perfekte Vorlage
WebdesignWebdesignBriefingProjektplanung

Webdesign-Briefing erstellen: Die perfekte Vorlage

Ein gutes Briefing spart Zeit, Geld und Nerven. Wir zeigen Ihnen Schritt fuer Schritt, was in ein Webdesign-Briefing gehoert — mit konkreter Vorlage zum Sofort-Einsetzen.

Bünyamin Kuscu·24. März 2026·8 Min. Lesezeit

Sie haben sich entschieden: Ihre Firma bekommt eine neue Website. Sie kontaktieren eine Agentur und die erste Frage lautet: "Haben Sie ein Briefing?"

Wenn Sie jetzt ins Stocken geraten, sind Sie nicht allein. Die meisten Unternehmer wissen nicht genau, was in ein Webdesign-Briefing gehoert. Und viele Agenturen versaeumen es, die richtigen Fragen zu stellen.

Das Ergebnis: wochenlange Korrekturschleifen, steigende Kosten und am Ende eine Website, die niemanden so richtig zufriedenstellt.

Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie ein Briefing erstellen, das funktioniert — Schritt fuer Schritt, mit konkreten Beispielen und einer Vorlage, die Sie sofort einsetzen koennen.

Warum ein gutes Briefing so wichtig ist

Stellen Sie sich vor, Sie beauftragen einen Architekten mit einem Haus, sagen aber nur: "Es soll schoen werden und ein Dach haben." Das Ergebnis wird Sie nicht gluecklich machen.

Bei Websites ist es genauso. Ein Briefing ist der Bauplan fuer Ihr Webprojekt. Je praeziser es ist, desto weniger Missverstaendnisse gibt es, desto weniger Korrekturschleifen brauchen Sie, und desto besser wird das Ergebnis.

Was ein Briefing leistet

  • Es zwingt Sie, Ihre eigenen Ziele klar zu formulieren
  • Es gibt der Agentur eine verbindliche Arbeitsgrundlage
  • Es reduziert Korrekturschleifen um bis zu 40 %
  • Es schuetzt beide Seiten vor Scope Creep (unkontrolliertem Wachstum des Projektumfangs)
  • Es macht das Ergebnis messbar

Teil 1: Unternehmen und Ausgangslage

Wer sind Sie?

Beginnen Sie mit dem Offensichtlichen. Auch wenn Ihre Agentur Sie schon kennt — schreiben Sie es auf:

  • Firmenname und Rechtsform: Pamuk und Kuscu GbR
  • Branche: Kreativagentur
  • Gruendungsjahr: 2014
  • Standort(e): Bielefeld
  • Anzahl Mitarbeiter: Wichtig fuer die Groesseneinordnung
  • Kernleistungen: Was bieten Sie an? In 2-3 Saetzen.

Ihre Corporate Identity

Falls vorhanden, liefern Sie mit:

  • Logo-Dateien (als Vektorgrafik, idealerweise SVG oder AI)
  • Farbcodes (HEX, RGB)
  • Schriftarten
  • Styleguide oder Brand Manual
  • Bestehende Marketingmaterialien als Referenz

Falls Sie keine Corporate Identity haben, ist das kein Problem. Teilen Sie der Agentur mit, welche Farben und Stile Ihnen gefallen. Ein Moodboard mit Screenshots von Websites, die Ihnen zusagen, hilft enorm.

Die aktuelle Situation

  • Haben Sie bereits eine Website? Wenn ja: Was funktioniert? Was nicht?
  • Warum eine neue Website? Relaunch, Neugruendung, neues Geschaeftsfeld?
  • Was hat bisher nicht funktioniert? Zu wenig Anfragen, veraltetes Design, schlechte Auffindbarkeit bei Google?

Seien Sie ehrlich. Je besser die Agentur Ihre Ausgangslage versteht, desto gezielter kann sie arbeiten.

Teil 2: Ziele und Zielgruppe

Was soll die Website erreichen?

"Eine schoene Website" ist kein Ziel. Konkrete Ziele sind:

  • Mehr Anfragen: "Wir wollen die monatlichen Kontaktanfragen von 5 auf 20 steigern."
  • Sichtbarkeit: "Wir wollen fuer 'Webdesign Bielefeld' auf Seite 1 bei Google erscheinen."
  • Professionalitaet: "Unsere Website soll unser Qualitaetsniveau widerspiegeln."
  • Mitarbeitergewinnung: "Wir wollen ueber die Website auch Fachkraefte ansprechen."

Definieren Sie maximal drei Hauptziele. Alles, was die Website tut, sollte auf diese Ziele einzahlen.

Wen wollen Sie erreichen?

Beschreiben Sie Ihre Zielgruppe so konkret wie moeglich. Eine Persona hilft dabei:

  • Alter und Geschlecht: z. B. Geschaeftsfuehrer, 35-55 Jahre
  • Position und Entscheidungskompetenz: Wer entscheidet ueber die Beauftragung?
  • Beduerfnisse und Schmerzpunkte: Was sucht Ihre Zielgruppe? Was haelt sie nachts wach?
  • Online-Verhalten: Wo sucht sie? Google, Social Media, Branchenverzeichnisse?
  • Einwaende: Welche Zweifel hat sie, bevor sie Sie kontaktiert?

Je besser Sie Ihre Zielgruppe kennen, desto besser kann das Design auf sie zugeschnitten werden.

Teil 3: Inhalte und Seitenstruktur

Welche Seiten brauchen Sie?

Listen Sie alle gewuenschten Seiten auf. Eine typische Unternehmenswebsite umfasst:

  • Startseite
  • Ueber uns / Team
  • Leistungen (Uebersicht + Einzelseiten)
  • Referenzen / Portfolio
  • Blog / Ratgeber (optional, aber empfehlenswert fuer SEO)
  • Kontakt
  • Impressum und Datenschutz

Fuer jede Seite sollten Sie festlegen: Was ist das Ziel dieser Seite? Welche Aktion soll der Besucher ausfuehren?

Wer liefert die Inhalte?

Das ist eine der wichtigsten Fragen — und die, die am haeufigsten vergessen wird.

  • Texte: Schreiben Sie selbst? Liefert die Agentur? Brauchen Sie einen Texter?
  • Bilder: Haben Sie professionelle Fotos? Brauchen Sie ein Shooting?
  • Videos: Sollen Videos eingebunden werden?
  • Referenzen/Case Studies: Welche Projekte wollen Sie zeigen?

Die Inhaltsfrage entscheidet oft ueber den Zeitplan. Websites scheitern selten am Design — sie scheitern daran, dass die Inhalte fehlen.

Bestehende Inhalte

Falls Sie eine bestehende Website haben: Welche Inhalte sollen uebernommen werden? Was soll neu geschrieben werden? Gibt es Inhalte, die definitiv nicht mehr passen?

Ein Content Audit der bestehenden Seite ist oft der beste Startpunkt.

Teil 4: Design und Funktionalitaet

Designvorstellungen

Hier wird es subjektiv — und genau deshalb ist Praezision wichtig. "Modern und professionell" sagt alles und nichts. Besser:

  • Referenzwebsites: 3-5 Links zu Websites, die Ihnen gefallen, mit Erklaerung, was genau Ihnen daran gefaellt (Layout, Farben, Typografie, Stimmung)
  • Anti-Referenzen: Websites, die Ihnen nicht gefallen — ebenso wichtig
  • Stimmung: Serioes und zurueckhaltend? Mutig und laut? Warm und einladend?
  • Farben: Wenn Sie keine CI haben: Welche Farben passen zu Ihrer Branche und Ihrem Angebot?

Ein visuelles Moodboard — auch wenn es nur eine Sammlung von Screenshots ist — sagt mehr als tausend Worte.

Gewuenschte Funktionen

Listen Sie alle Funktionalitaeten auf, die Ihre Website haben soll:

  • Kontaktformular (einfach oder mehrstufig?)
  • Online-Terminbuchung
  • Blog / News-Bereich
  • Newsletter-Anmeldung
  • Social-Media-Integration
  • Mehrsprachigkeit (DE/EN?)
  • Suchfunktion
  • CMS fuer eigenstaendige Inhaltspflege
  • Cookie-Banner (DSGVO-konform)
  • Analytics-Anbindung

Unterscheiden Sie dabei zwischen "Muss haben" und "Waere schoen". Das hilft bei der Budgetplanung.

Technische Anforderungen

Falls Sie spezifische technische Wuensche haben, gehoeren sie ins Briefing:

  • Bevorzugtes CMS oder Framework (WordPress, Next.js, etc.)
  • Bestehende Systeme, die angebunden werden muessen (CRM, ERP, Buchungssysteme)
  • Hosting-Anforderungen
  • Performance-Ziele (z. B. Core Web Vitals bestehen)
  • SEO-Anforderungen

Wenn Sie technisch nicht firm sind: Kein Problem. Eine gute Agentur wird die richtigen Empfehlungen aussprechen.

Teil 5: Budget und Zeitplan

Budget

Viele Auftraggeber scheuen sich, ein Budget zu nennen. Das ist nachvollziehbar, aber kontraproduktiv. Wenn die Agentur weiss, dass Ihr Budget bei 5.000 Euro liegt, wird sie ein anderes Konzept vorschlagen als bei 20.000 Euro.

Unser Rat: Nennen Sie zumindest eine Spanne. Das schuetzt beide Seiten vor Enttaeuschungen.

Zeitplan

Definieren Sie:

  • Wunsch-Livegang: Wann soll die Website online sein?
  • Feste Deadlines: Gibt es Events, Messen oder Launches, die den Zeitplan bestimmen?
  • Verfuegbarkeit: Wann koennen Sie Feedback geben? Wie schnell?
  • Entscheidungswege: Wer gibt das finale Go? Wie viele Personen muessen zustimmen?

Realismus ist hier entscheidend. Eine professionelle Website braucht typischerweise 6 bis 12 Wochen — von Briefing bis Livegang.

Die Vorlage: Ihr Briefing in 10 Punkten

Hier ist die komprimierte Vorlage, die Sie fuer Ihr naechstes Webprojekt verwenden koennen:

1. Unternehmensprofil: Name, Branche, Gruendung, Standort, Leistungen, USP

2. Ausgangslage: Aktuelle Website (falls vorhanden), Grund fuer den Relaunch/Neubau, bisherige Probleme

3. Ziele: Maximal 3 konkrete, messbare Ziele

4. Zielgruppe: Wer soll die Website nutzen? Demografisch, psychografisch, Verhalten

5. Seitenstruktur: Alle gewuenschten Seiten mit Kurzbeschreibung

6. Inhalte: Wer liefert Texte, Bilder, Videos? Was existiert bereits?

7. Designvorstellungen: Referenzwebsites, Stimmung, Corporate Identity

8. Funktionen: Must-haves und Nice-to-haves

9. Budget: Zumindest eine Spanne

10. Zeitplan: Wunsch-Livegang, Deadlines, Entscheidungswege

Typische Fehler in Webdesign-Briefings

Zu vage bleiben

"Wir wollen eine moderne Website" hilft niemandem. Was bedeutet "modern" fuer Sie? Zeigen Sie Beispiele. Werden Sie konkret.

Zu viel auf einmal wollen

Ein Briefing mit 47 Wuenschen fuehrt zu einer ueberladenen Website. Priorisieren Sie. Was ist wirklich wichtig fuer den Launch? Was kann in einer zweiten Phase folgen?

Die Zielgruppe vergessen

Viele Briefings beschreiben ausfuehrlich, was das Unternehmen will — aber nicht, was der Nutzer braucht. Gutes UX-Design beginnt beim Nutzer, nicht beim Auftraggeber.

Kein Budget nennen

Wenn Sie kein Budget nennen, riskieren Sie Angebote, die entweder zu teuer oder zu billig fuer Ihre Erwartungen sind. Transparenz spart beiden Seiten Zeit.

Inhalte nicht einplanen

Die haeufigste Ursache fuer Projektverzoegerungen: fehlende Inhalte. Planen Sie von Anfang an ein, wer welche Texte und Bilder bis wann liefert.

Wie PAKU Media mit Briefings arbeitet

Bei PAKU Media starten wir jedes Projekt mit einem strukturierten Briefing-Gespraech. Wir stellen die richtigen Fragen, helfen Ihnen bei der Formulierung Ihrer Ziele und erstellen auf dieser Basis ein Konzept, das sitzt.

Unser Prozess:

  1. Briefing-Gespraech (30-60 Minuten, kostenlos)
  2. Konzept und Wireframes auf Basis des Briefings
  3. Design-Entwurf mit Feedback-Schleife
  4. Entwicklung mit Zwischenpraesentation
  5. Launch mit Einweisung und Uebergabe

Das Briefing ist dabei kein buerokratischer Akt — es ist der Moment, in dem wir verstehen, was Sie wirklich brauchen. Und das ist die Grundlage fuer eine Website, die liefert.

Fazit

Ein gutes Webdesign-Briefing ist keine Pflichtaufgabe, die Sie schnell abhaken. Es ist die Investition, die den gesamten Projekterfolg bestimmt. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Ziele klar zu formulieren, Ihre Zielgruppe zu beschreiben und Ihre Erwartungen realistisch zu setzen.

Und wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Nehmen Sie die Vorlage aus diesem Artikel, fuellen Sie aus, was Sie koennen, und bringen Sie den Rest ins Gespraech mit Ihrer Agentur. Ein guter Partner wird die Luecken gemeinsam mit Ihnen fuellen.

Tags:WebdesignBriefingProjektplanungVorlageAgentur
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