User Flow bezeichnet den Weg, den ein Nutzer durch eine Website oder App nimmt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Als Diagramm visualisiert, zeigt ein User Flow jeden Schritt, jede Seite und jeden Entscheidungspunkt auf diesem Weg.
Warum User Flows?
Ohne eine klare Vorstellung des Nutzerwegs entstehen Websites, bei denen Besucher in Sackgassen landen, wichtige Schritte übersehen oder unnötige Umwege nehmen. User Flows decken solche Probleme auf, bevor die erste Zeile Code geschrieben wird.
Für jede definierte Persona und jedes Nutzerziel wird ein eigener User Flow erstellt. So wird sichtbar, ob die geplante Struktur für alle Zielgruppen funktioniert.
Elemente eines User Flows
Einstiegspunkte
Wie kommt der Nutzer auf die Website? Über eine Google-Suche, einen Social-Media-Link, eine Direkteingabe der URL oder eine Werbeanzeige?
Seiten und Screens
Jede Seite oder jeder Screen, den der Nutzer passiert, wird als Rechteck dargestellt. Die Hero Section, Leistungsseiten und Kontaktformulare sind typische Stationen.
Entscheidungspunkte
An Rauten-Symbolen trifft der Nutzer Entscheidungen: Klickt er den CTA-Button? Nutzt er die Navigation oder scrollt er weiter?
Abschluss (Conversion)
Das Ziel des Flows: Kontaktformular absenden, Newsletter abonnieren, Portfolio ansehen. Jeder Flow hat ein klar definiertes Ende.
User Flow erstellen
1. Ziel definieren
Was soll der Nutzer erreichen? „Eine Kontaktanfrage stellen" ist ein konkretes Ziel.
2. Schritte identifizieren
Alle nötigen Schritte vom Einstieg bis zum Ziel: Startseite besuchen → Leistungen ansehen → Webdesign-Seite lesen → CTA klicken → Formular ausfüllen → Absenden.
3. Alternativen berücksichtigen
Nicht jeder Nutzer folgt dem idealen Pfad. Was passiert, wenn er die Navigation nutzt? Wenn er über die Blog-Seite einsteigt? Wenn er den CTA übersieht?
4. Visualisieren
In Figma, Miro oder FigJam wird der Flow als Diagramm dargestellt. Pfeile zeigen die Richtung, Symbole unterscheiden Seiten, Entscheidungen und Aktionen.
User Flows und Informationsarchitektur
User Flows und Informationsarchitektur sind eng verknüpft. Die Seitenstruktur bestimmt, welche Pfade möglich sind. Umgekehrt zeigen User Flows, ob die Architektur die wichtigsten Nutzerziele unterstützt.
User Flows optimieren
Jeder zusätzliche Schritt im User Flow ist eine Stelle, an der Nutzer abspringen können. Das Ziel: den Weg zum Conversion-Ziel so kurz und klar wie möglich gestalten. Unnötige Zwischenseiten eliminieren, Breadcrumbs für Orientierung einsetzen und CTAs an den richtigen Stellen platzieren.
Für professionelles Webdesign sind User Flows die Blaupause für eine Website, die nicht nur gut aussieht, sondern auch funktioniert und konvertiert.